a) Gutachten: „Neues Unterrichtskonzept der
Moerser Musikschule“
Der Verwaltungshaushalt der Stadt Moers weist seit Anfang der 90er Jahre einen jährlichen Defizitbetrag auf. Aufgrund von Dauerhaftigkeit, absoluter Höhe und Struktur der Unterdeckung muss die Kommune seit 1994 jährlich ein sog. Haushaltssicherungskonzept erstellen, das der zuständigen Kreisaufsicht in Wesel zwecks Prüfung und Genehmigung vorzulegen ist. Mit der Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzepts
vom 5. Juni 2002 verpflichtete sich Um die notwendige Umstrukturierung der Musikschule aufbauend auf einer analytisch abgesicherten Basis vornehmen zu lassen, beschloss der Stadtrat - nach entsprechenden Vorberatungen im Kulturausschuss - im Sommer 2002, eine Ausschreibung (mit vorgeschalteter Aufforderung zur Interessenbekundung) mit der Zielrichtung der Suche nach einem geeigneten Beratungsunternehmen zu versenden: „Neues Unterrichtskonzept für die Moerser Musikschule MMS“. Der Zuschlag an Dr. Hirsch & Gayer Consulting (HGC) erfolgte zur Jahreswende 2002/03.
Als Bearbeitungszeitraum waren fünf Monate vorgesehen (Januar bis Mai 2003). |
[1] Diese Veränderungszahl basiert auf dem Bezugsjahr des zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung zuletzt verfügbaren Zahlenmaterials bzgl. der MMS (2001). Es darf jedoch nicht verkannt werden, dass aufgrund teils bereits vereinbarter, teils erst im Laufe der Untersuchung fixierter Tarifsteigerungen die tatsächlich notwendige Einsparsumme weitaus größer ist. Aufgrund des in seiner Auswirkung grob antizipierbaren Anstiegs der Personalaufwendungen werden in Summe statt lediglich 180.000 EUR rd. 265.500 EUR einzusparen sein (vgl. Ausführungen in Abschnitt III. 8. „Haushaltssituation der MMS“). Ansonsten wird jedoch von gleichbleibenden Rahmendaten ausgegangen.
b) Gutachten: „Optimierungsansätze zur Umsetzung der
Leitlinien von Musikschule 2000 in den Musikschulen des Landes NRW“
Die Untersuchung wurde im Sommer 2001 vom
LVdM NRW e.V. bei kultur21
Die Studie belegt, dass auch von den einzelnen Musikschulen selber noch viele Voraus-setzungen zu schaffen sind, um „Musikschule 2000“ zu nachhaltigem Erfolg zu verhelfen. Hilfreiche Strategien und Ableitungen ergeben sich dabei für die Entscheidungsträger bzgl. der
Im Bereich Personalentwicklung werden einerseits zu optimierende Inhalte und Strukturen der Ausbildung von Musikschullehrern herausgearbeitet. Andererseits werden mittel- bis kurzfristig greifende Verbesserungsmöglichkeiten im Fort- und Weiterbildungswesen besprochen. Im Bereich der Strukturentwicklung werden ebenfalls vorwiegend musikschulinterne Abteilungen erörtert, die insbesondere den Qualitätsanspruch der einzelnen Musikschule in den Vordergrund stellen. Auf allen genannten Ebenen kann das generierte Berufsleitbild als hilfreiche Bezugsgröße bei wichtigen strategischen und operativen Entscheidungen zugrunde gelegt werden.
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c) Strategieempfehlungen und -umsetzung zur Personalentwicklung
an den Musikschulen in NRW
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Im vergangenen Jahr (2001) haben wir, Dr. Hirsch & Gayer Consulting Partnerschaft ( i.f. HGC), im Auftrag des Landesverbandes der Musikschulen in NRW e.V. (i.f. kurz: LVdM) ein Papier mit dem Titel „Optimierungsansätze zur Umsetzung der Leitlinien von Musikschule 2000 in den Musikschulen des Landes NRW“ erarbeitet. Die damalige Untersuchung gab Aufschluss über zielführende Strategien auf verschiedenen Ebenen der Musikschularbeit. Ziel der nun vorliegenden Nachfolgestudie war es, diese Ansätze weiterzuverfolgen und die Implementierung geeigneter Lösungen voranzutreiben. Dabei wurde dem Aktionsfeld Personalentwicklung, insbesondere dem Thema Fort- und Weiterbildung, oberste Priorität eingeräumt. Methodisch haben wir zunächst mittels einer größeren Erhebung unter den Musikschulen des Landes Nordrhein-Westfalens sowie teilweise auch unter deren Trägern den Nachqualifizierungsbedarf der Musikschullehrer und –leiter konkretisiert. Anschließend wurden diese Ergebnisse dem gegenwärtig vorzufindenden Angebot an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen gegenübergestellt. Nach einer quantitativen Analyse sowie einer qualitativen Evaluation des Fort- und Weiterbildungsangebotes wurden die einzelnen Kurse in eine hierfür konzipierte Datenbank eingepflegt. Im Sinne einer effektiveren Steuerung wurde schließlich ein Anreizmechanismus zur verstärkten Wahrnehmung adäquater Fort- und Weiterbildungskurse erarbeitet. Um gleichzeitig mittel- bis langfristig einen hohen Qualitätsstandard der Bildungsangebote zu sichern wurde ein auf einem Evaluationsbogen basierendes Beurteilungssystem integriert.
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d) Erstellung eines Businessplans als Gründungs- bzw.
Übernahmekonzept
Der Auftraggeber plante als Musikpädagoge die Übernahme einer seit 1996 erfolgreich am Markt bestehenden Musikschule mit zwei Standorten in NRW. Der dem Neugründer persönlich bekannte bisherige Inhaber möchte sich aufgrund seiner privaten Lebensplanung sukzessive zurückziehen. Die zwischen dem Auftraggeber und kultur21 vereinbarte Gründungsberatung sollte neben umfassenden Aspekten einer Geschäftsübernahme v.a. die Marketingkonzeption fokussieren: Marketing- und Profilierungstrategie, u.a.
Daneben sollten folgende, in persönlichen Beratungsvorgesprächen diskutierte Fragestellungen geklärt werden:
Es entstand ein Beratungsreport mit über 50 Seiten, der u.a. eine
beinhaltete. |